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Heute bin ich auf eine interessante Information gestoßen, die zweifelsohne zum Nachdenken anregen sollte.
Kürzlich wurde in den Vereinigten Staaten entschieden, dass ein Affiliate von nun an als Angestellter des Anbieters angesehen wird, solange dieser nicht im Besitz eines unterschriebenen und bestätigten Dokuments ist, das das Gegenteil beweist.
Der Anbieter des Affiliate-Programmes ist somit dazu angehalten, entsprechende Abgaben für sein „Personal“ zu bezahlen. So behält beispielsweise Amazon ca. 30% sämtlicher ausbezahlter Provisionen ein, um die steuerlichen Abgaben leisten zu können und eventuelle Bußgelder zu vermeiden.
So wurde der erfolgreiche amerikanische Internet-Marketer und Gründer von PayDotCom.com, Mike Filsaime, vom Fiskus zur Zahlung einer hohen Geldsumme verdammt, die angeblich eine Million US-Dollar übersteigen soll.
Die amerikanische Regierung soll sich dazu entschieden haben, Änderungen im Steuersystem vorzunehmen, um eine bessere Kontrolle über die durch Affiliate-Marketing generierten Einnahmen zu erhalten und… sich auf dem Weg hierzu zu bedienen.
Ob dies wirklich möglich ist, steht noch in den Sternen. Sicherlich aber wird man langfristig immer weniger Websites zu sehen bekommen, die ihre durch das ein oder andere Programm generierten Umsätze nennen oder Screenshots ihrer PayPal-Konten zur Schau geben.
Unsicher ist bisher, ob sich das Finanzamt jedes betroffenen Landes zu bedienen gedenkt. Möglicherweise könnten hiervon 3 Ebenen betroffen sein:
1. Der Fiskus des Landes des Anbieters
2. Der Fiskus des Landes des Affiliate
3. Der Fiskus des Wohnsitzes des Käufers
In der Schwebe steht ebenfalls, ob auf 4. Ebene auch der Fiskus des Landes einbezogen werden könnte, in dem sich der Webserver befindet, auf dem die Websites des Anbieters und des Affiliate gehostet sind.
Wie möglicherweise zukünftig in den USA ist es nicht undenkbar, dass auch europäische Affiliates zukünftig dazu aufgefordert werden könnten, ihre Umsätze zu offenbaren.
Welche Umstellung würde diese Maßnahme für Ihre Buchhaltung bedeuten?
Sind Sie in der Lage, eine schriftliche Bestätigung vorzulegen, dass all Ihre Affiliates freiberuflich Schaffende sind? Sicher nicht!
Da bleibt Marketern zuerst nicht viel anderes zu tun als abzuwarten und… Augen und Ohren offen zu halten.
Viele Grüße
Amadeus Wustlich






Hallo Amadeus, da haben Sie ein sehr interessanten Artikel verfasst, denn man nicht außeracht lassen sollte, da werde ich bestimmt meine Augen und Ohren offen halten! Danke für den wertvollen Tipp.
Herzliche Grüße
Karsten Schael